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Dienstag, 3. April 2012

Interview mit Katja von Chatoui

Heute gibt es das versprochene Interview mit Katja von Chatoui. Den Shop habe ich euch ja schon vorgestellt.

Hi Katja, please tell us something about yourself?
I am Katja Staring, I was born in the seventies in the south of The Netherlands (I do not mention my detailed age anymore ;-) and I now live in Amsterdam Area in The Netherlands. I did work as a journalist for many years, but in 2007 I decided to switch my career, to explore my other creative talents.

Tell use something about your shop chatoui. The name? The history oft he shop?
Chatoui is the jolly French translation of the Dutch words kat & ja (my first name is Katja).
During the year 2008 the idea for a brand of items made of used materials arose, by the end of 2009 I decided to go for it, and in 2010 I launched the website www.chatoui.nl with fashion accessories made in The Netherlands by social work projects.
This year also home accessoiries like cushions will be added to the brand Chatoui. The Photos are from the collection Chatoui Maison.
In my webshop I also sell articles from soulmate brands.
  
What kind of social work projekts?
It is projects where (the American say it this way) mentally and physical challenged people work. Or youth with a 'difficult start'. As to say working places where people work that do not (directly) fit into the regular enterprises. Here in The Netherlands we have quite some of those places.

And how does the collaburation work exactly?
I develop the design and than they produce it with the fabrics I have found. I work with some organisations that collect clothes/textile for development projects in for example Africa or organisations that collect textile for re-use.

You sell Fashionable items made of used materials. Do you also create some by your self?
The designs are mine, sometimes I have help of professional designers to improve my ideas. Like this  hanging storage bag designed by a female architect! 
The jewelry is mainly made by me.

What means DIY for you?
I have been DIY-ing all my live and come from a 'handy' family. It is satisfying to (re)make things with your own hands and enjoy the result.

Where do you get your inspiration?
From people in the streets, magazines, television, theatre, nature, colours, forms, materials... and mostly: my findings on second hand markets and shops. The most interesting inspiration I get from donations and gifts, or this question of a person: "Hey Katja, I do have this, could you use it for something?" I am inspired by leftovers and 'almost-throwaways'.

How do you live, are upcycled products part of your interior?
In my house I have quite some upcycled products as re-invented furniture, but mainly my work space is focussed on re-use and recycling.  I do not always like new stuff, I mostly fall in love with matured things, stuff with an interesting past. Besides that I wear second hand clothes and accessories every day.

What is you personal beloved Thing?
oooo, I have sooo many favourites! Hereby some pictures of new stuff I adore just today (and which will be placed on my website this week), but tomorrow my favourite items might be something totally different!


And the greatest thing right now is that we have a special opportunity in the month of May: people can send in an old skirt (or blouse) and we make a bag out of it for them.

And your private favorit?
My private favourite thing? Well, that is my and my husbands wedding ring, made by me out of golden jewelry of my mother who passed away a few years ago. Recycled gold!

Thank you very much Katja!






Dienstag, 26. April 2011

Interview mit Claudia von Sakuras Vintage-Planet Teil I

Claudia, die Frau hinter Sakuras Vintage-Planet war so freundlich mir ein Interview zu geben. Und so freue ich mich außerordenlich hier den ersten Teil des Interviews, indem es hauptsächlich um ihren Shop geht präsentieren zu können.

Liebe Claudia, erzählst du uns kurz etwas über dich selbst?
Sakuras Vintage-Planet
Ich bin 44 Jahre alt und wohne in Köln. In meinem „Hauptberuf“ bin ich Redakteurin bei einem Kölner Fernsehsender. DaWanda und meinen kleinen Shop „Sakuras Vintage-Planet“ betreibe ich jetzt seit ca. 1 ½ Jahren als Hobby. Mal mehr und mal weniger intensiv. Je nachdem, wieviel Zeit ich gerade habe. 
Mein DaWanda-Name ist „Kleinplanet311“, was im Grunde die schwerelose Umschreibung für Claudia ist. Aus der Abteilung unnützes Google-Wissen hatte ich nämlich irgendwann mal herausgefunden, dass es einen Asteroiden gibt, der „Claudia“ heißt, eben dieser „Kleinplanet 311“. ;-)
Den Shop habe ich „Sakuras Vintage-Planet“ getauft, weil Sakura wiederum mein zweiter Vorname ist. Sakura ist japanisch und heißt Kirschblüte. Diesen Zweit-Namen haben mir meine Eltern gegeben, weil ich in Japan (Tokyo) geboren bin und auch die ersten 8 Jahre dort verbracht habe. 
Die Welt der Vintage-Schätze ist für mich eine spannende Inspiration, da bei „Dingen mit Vergangenheit“ so viel mitschwingt, dass man heute gar nicht kaufen kann. Ich finde, dass die Vintage-Teile einen besonderen Charme mitbringen und auch die Fantasie anregen. Wo stand dieses Nierentischchen wohl vor 20 Jahren? Oder: Wie war wohl das Leben dieser Vintage-Schönheit auf dem Foto? Hatte sie es damals schwer, weil sie so freizügig war?
Ich liebe es auch, die alten Teile zu personalisieren, also ihnen einen Charakter und eine Seele zu geben. So wie bei diesen beiden Beschreibungen in meinem Shop, die zu meinen Lieblings-Artikeltexten gehören: Nierentisch 50er  und Vintage Reisekoffer

Wie kam es dazu, dass du einen Shop bei DaWanda eröffnet hast?
Das war keine geplante Entscheidung, sondern hat sich eigentlich mehr oder weniger so ergeben. Vor ca. 2 Jahren habe ich selbst das Thema Vintage und Trödelmärkte für mich entdeckt. Ich war gerade umgezogen und suchte eigentlich nur noch einen Kronleuchter für mein Wohnzimmer. Dann war ich aber so fasziniert von der Welt der „alten Dinge“, dass ich regelrecht süchtig wurde. Ich konnte an keinem alten Schätzchen, in das ich mich spontan verliebte, vorbeigehen. Da meine Wohnung parallel nicht wuchs, kam es relativ bald zu der Situation, dass ich mich von manchen Teilen wieder trennen musste.
Dazu kommt, dass ich Spaß daran habe, Dinge, die mir selber am Herzen liegen, Anderen zu präsentieren.
Da ich zuvor bereits DaWanda als Käuferin für mich entdeckt hatte, war dann die Idee geboren, doch dort einmal ein paar Teile anzubieten.

Du verkaufst hauptsächlich Vintage Sachen. Gibt es eine Zeit  die dir besonders am Herzen liegt?
Hm. Das ist zum Einen ganz bestimmt die Zeit der Fünfziger Jahre, die ich sehr charmant finde und die irgendwie einen ganz besonderen Zauber verbreitet. Zurzeit interessiere ich mich auch verstärkt für die Zwanziger Jahre. Aber es gibt auch viele Teile aus den Sechzigern, Siebzigern, Achtzigern, die mir toll gefallen haben.
Eigentlich kann ich die Frage aber gar nicht sooo genau beantworten, denn ich entscheide immer einfach nur nach Bauchgefühl, ob mich ein Teil anspricht. Da ist mir das genaue „Geburtsdatum“ dann auch egal. Wichtig ist nur, dass ich das Gefühl habe, dass der Gegenstand eine besondere Ausstrahlung, Schwingung hat. Wie immer man das nennen will. Dass er eine Geschichte erlebt hat, das ist ja das Faszinierende daran.
Bei den alten Bilderrahmen ist sehr interessant, was sich im Rahmen verbirgt. Wenn ich die Vintage-Rahmen mit den Fotos zusammenbastele, finde ich darin ja oft Erinnerungen an eine frühere Zeit. Manchmal eine Urkunde oder eine Widmung. Das ist spannend.

Ein Großteil deiner Produkte sind alte erotische Fotografien, Warum?
Ja, auch das hat sich eigentlich rein zufällig so entwickelt. Eines Tages stand ich auf einem Antikmarkt vor einem alten Koffer mit der Aufschrift: „Nur für Erwachsene“.
Da musste ich natürlich sofort reinschauen. Was sich darin verbarg, waren eben genau die Art von Bildern, die ich heute selbst verkaufe. Also Erotika, alte Schwarz-Weiß-Fotos mit Aktmotiven, allerdings bei diesem Stand nicht in alten, sondern in neuen Rahmen.
Ich habe eins dieser Bilder erworben, fand die Motive faszinierend, weil sie so eine besondere Ausstrahlung hatten. Aber ich hatte keine weiteren Pläne.
Zu diesem Zeitpunkt war ich aber schon im Trödel- und Vintage-Fieber, so dass es nicht lange dauerte, bis ich beim Anblick der schönen alten Rahmen, die auf den Märkten angeboten werden, irgendwann die Idee hatte: Das könnte ich auch selbst machen - und zwar stilecht mit Vintage-Rahmen.
Der Anfang war eine ziemliche Experimentier-Phase: Ich musste erst mal recherchieren, wie ich an die alten Foto-Motive herankomme. Und auch das Zusammenbasteln lief anfangs nicht so geschmeidig, da die Rückwände der alten Rahmen meistens mit kleinen Nägelchen oder Metallstiften zusammengehalten werden. Aber mittlerweile hat sich das ganz gut eingespielt, und ich lasse die Rückwand meist original und setze die Nägelchen wieder ein.

Wo findest du deine Produkte?
Die alten Vintage-Schätze (Bilderrahmen, Geschirr, Taschen, Koffer, Schmuck) finde ich auf Flohmärkten, Trödelmärkten, Antikmärkten.
Die Fotos sind „Betriebsgeheimnis“. ;-) 

Hier noch ein paar Schätze die ihr bei Sakuras Vintage-Planet finden könnt:
Vintage Tablett
Brosche
Sammeltasse
Hier geht es weiter mit Teil II, indem uns Claudia etwas über ihren persönlichen Wohnstil verrät.

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